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Bairische Geschichte & Entstehung mundartlicher Ortsnamen in Niederbayern

08.05.2017 Pfarrheim Velden

Mundartliche Ortsnamen-woher kommen sie ?

Am Montag den 08.Mai findet im Veldener Pfarrheim, ab 19.30 Uhr eine gemeinsame Veranstaltung des Heimatvereins Velden mit dem Bayerischen Cimbernkuratorium zur Bairischen Geschichte  und der Entstehung unserer mundartlichen Ortsnamen mit dem Münchner Sprachwissenschaftler Dr. Bernhard Stör, statt. Der Privatdozent kennt wie kein Zweiter die Dialekte Bayerns und gilt zurecht als der profilierteste Dialektologe unseres Sprachraumes. Der Referent unterscheidet über die stammesgeschichtliche Entwicklung Bayerns ab dem 6. Jahrhundert n.Ch.

das "Bayerische" und das "Bairische" in der Mundartforschung, so werden "Bayerisch" alle Dialekte genannt, die auf dem pol. Gebiet des Freistaates Bayern vorkommen, nämlich Bairisch, Hessisch, Thüringisch, Alemannisch und Ostschwäbisch. "Bairisch" jedoch sind nur die Dialekte, die auf den Volksstamm der "Baiern" zurückgehen, die sich ab dem 6. Jahrhundert unterschiedlich entwickelt haben, nämlich Nordbairisch, Mittelbairisch (= unser Sprachraum) und Südbairisch (=Alpendialekte). Besonders interessant sind neben der alten mundartlichen Ortsnamensgeschichte die Bezeichnung von Gegenständen die aus der Römerzeit stammen, d.h. aus der lateinischen Sprache überliefert wurden. So kommt die alte mundartliche Bezeichnung für das Melkgefäß oder den Melkeimer, der "Goiddn" oder "Gäiddn" aus dem lat. Galleta.  Aber auch die Goten (493-526 n.Chr.) hatten erheblichen sprachlichen Einfluss auf das Bairische, so stammen z.B. die alten mundartlich überlieferten Bezeichnungen für die Wochentage Dienstag (Ertag) oder Donnerstag (Pfinztag) aus dieser Geschichtsepoche.

Auch Nichtmitglieder sind bei diesem interessanten Vortrag willkommen.

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